Das Motto in Bremen: „Kein retro – WIR sind die Generation Gleichberechtigung“

Der Internationale Frauentag in Bremen hat jedes Jahr ein anderes Motto, auf das sich viele Veranstaltungen beziehen. 2021 lautet es: „Kein retro – WIR sind die Generation Gleichberechtigung“. Kein retro: kein Zurück in überkommene Geschlechterrollen. Keine Klischees mehr, die Menschen anhand ihres Geschlechts bestimmte Eigenschaften, Fähigkeiten und Interessen vorschreiben.

Wir sind die Generation Gleichberechtigung: Mehr denn je kämpfen Frauen und Männer gemeinsam für ein gleichberechtigtes Miteinander, für gleiche Löhne und Gehälter, für gleiche Chancen in der Arbeitswelt und im Privaten, für eine Anerkennung von Sorgearbeit – und für die Ächtung von Gewalt.

Zentrale Veranstaltung, diesmal als Digitalformat: Der Landesfrauenrat Bremen zeichnet am 8. März die „Bremer Frauen* des Jahres“ aus: Persönlichkeiten, die im Sinne des Jahresmottos gehandelt, gearbeitet, sich verdient gemacht hat und dafür geehrt werden.

Wer wir sind: Arbeitsgruppen in Bremen und Bremerhaven

Der Internationale Frauentag in Bremen wird jedes Jahr gestaltet von einer offenen Arbeitsgruppe rund um den Landesfrauenrat, die das Motto benennt und Veranstaltungen dazu organisiert. In Bremerhaven ist es das dortige ZGF-Büro mit einer Reihe von Partner:innen, die gemeinsam ein Motto auswählen und Events dazu entwickeln und anbieten. Die Bremische Zentralstelle für die Verwirklichung der Gleichberechtigung der Frau (ZGF) unterstützt und begleitet die Aktivitäten in beiden Städten und gibt diesen Kalender heraus.

Das Motto in Bremerhaven: ALLES ANDERS, ALLES DIGITAL? Fortschritt, Vielfalt und #femaleEmpowerment

Am 8. März 2021 jährt sich der erste Lockdown fast auf den Tag genau. Auf einmal war alles anders. Schulen, Kitas und Läden geschlossen, Arbeiten im Home-Office, digitale Kontakte und Abstandsgebot – das gesellschaftliche Leben hat sich durch die Pandemie stark verändert. Die Folgen dieser Veränderung bekommen Frauen besonders zu spüren: Sie sind es, die u.a. mehrheitlich Kinderbetreuung und Home-Schooling übernehmen, deutlich häufiger im Gesundheitssystem arbeiten und ein erhöhtes Risiko häuslicher Gewalt tragen.
Fest steht, frauen- und geschlechterpolitische Themen sind aktueller denn je: Die Corona-Pandemie hat Ungleichheiten verstärkt und insbesondere auch Frauen und Familien besonderen Belastungen ausgesetzt. Viele Fragen, die schon vorher im Raum standen, – nach sozialer Gerechtigkeit und Solidarität, nach Demokratie und nach Gleichberechtigung – werden im Kontext dieser Erfahrungen nun mit Vehemenz neu gestellt.
Alles anders, alles digital? Das Motto soll anregen: Erleben wir einen Rückschritt in der Geschlechtergerechtigkeit? Was hat Home-Office mit Vereinbarkeit zu tun? Wer verliert in der Krise und wer profitiert? Welche Art von Veränderung brauchen und wollen wir - in der digitalen und der analogen Welt? Die ZGF Bremerhaven wird diese und andere Fragen im Rahmen einer Online-Veranstaltungsreihe in der Woche vom 8. März beleuchten.
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